Schulreferat Bielefeld Andrea Seils

Informationen

Kommende Veranstaltungen

Glaube ist eine wichtige Ressource, die Kindern und Jugendlichen Halt im Leben vermitteln kann. Doch die Inhalte des christlichen Glaubens sind vielen fremd geworden.
Der „Gotteskoffer“ lädt ein zum Theologisieren und hat das Ziel, Selbst- und Gotteskonzeptionen auszudrücken und ggf. neu zu konstruieren.

Er basiert auf den Forschungsergebnissen von Anna-Katharina Szagun und ihrem Konzept „Glaubenswege begleiten“. Das Material enthält eine Vielzahl von Gegenständen, mit denen
die biblischen Metaphern von Gott dargestellt werden können, dazu einen Leitfaden, mit dem Gespräche über die eigenen Gottesvorstellungen eröffnet und gefördert werden können. Die je eigenen Konzepte werden so bewusst und können reflektiert werden.

Dieser Zugang ermöglicht, dass Glaube dynamisch bleibt und sich in der Biografie mitentwickeln kann. Das Material kann auch dazu genutzt werden, um die Lernausgangslage der Mitglieder einer Lerngruppe zu diesem zentralen Thema zu
erkennen.

Dienstag, 25. September 2018 - 15:30 bis 18:00
Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld

Schulen sind zunehmend mit schwierigen, häufig gesellschaftlichen, Herausforderungen konfrontiert. Die bisherigen pädagogischen Konzepte zur Prävention und Intervention kommen an ihre Grenzen. Das Konzept der Neuen Autorität bietet den Schulen eine Möglichkeit des einen selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Umgangs mit diesen Herausforderungen und damit der Wiedererlangung von Stärke und Sicherheit. Viele Schulen konnten bereits sehr positive Erfahrungen mit dem Konzept der Neuen Autorität in den Bereichen Prävention und Intervention sammeln.

Das Konzept der Neuen Autorität, entwickelt von Haim Omer und Arist von Schlippe, stellt weniger einen Ansatz konkreter Techniken dar, sondern vielmehr eine Grundhaltung, aus der sich methodische und didaktische Vorgehensweisen entwickeln lassen. Das Konzept wurde im deutschsprachigen Raum maßgeblich von Bruno Körner und Martin Lemme weiterentwickelt. Wichtige erfolgsversprechende Aspekte der Neuen Autorität sind unter anderem die Beziehungsgestaltung, die professionelle Präsenz, der Gewaltlose Widerstand und die Beharrlichkeit. Darüber hinaus spielen systemische Sichtweisen und Interventionsmöglichkeiten sowie der deeskalierende Umgang mit herausfordernden Situationen eine bedeutsame Rolle. Die Neue Autorität eignet sich nicht nur zur Stärkung des eigenen pädagogischen Handelns, sondern stellt einen erfolgsversprechenden Ansatz zur Schulentwicklung und zur schulischen Krisenprävention dar. An diesem Fachtag werden die theoretischen Grundlagen der Neuen Autorität mit praxisnahen Beispielen und konkreten Übungen veranschaulicht, um einen ersten anwendungsorientierten Eindruck in dieses Konzept zu gewinnen.

Der Referent Herr Stefan Fischer ist Schulsozialpädagoge an der Wedding-Schule in Berlin. Er arbeitet als freier Trainer beim Systemischen Institut für Neue Autorität (SyNA®). Des Weiteren ist er systemischer Berater und Supervisor (SG) und systemischer Coach für Neue Autorität (SyNA®).


Die Veranstaltung findet in Kooperatipon mit der Regionalen Schulberatungsstelle Bielefeld statt und wird mit Landesmitteln gefördert.
Der Teilnehmerkreis ist auf 20 Personen (max. zwei pro Schule) aus den Krisenteams weiterführender Bielefelder Schulen begrenzt.
(Eine entsprechende Fortbildung für Grundschulen und Förderschulen der Primarstufe ist in Vorbereitung.)

Hinweis zur Anmeldung: Die Bielefelder Schulen erhalten vor den Herbstferien per Email eine Einladung mit Anmeldemöglichkeit.

Montag, 05. November 2018 - 09:00 bis 16:30
Haus der Kirche, Markgrafenstraße 7, 33602 Bielefeld

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit (IRuM) Paderborn

„…der Religion mit den wohlgemeinten Ratschlägen, die im wahren Leben nicht ankommen... – dem Christentum“, erwidert Homer Simpson seinem Sohn Bart auf dessen Frage, welcher Religion er eigentlich angehöre. Diese klärende, aber auch für Christ/innen wenig schmeichelhafte Antwort ist nur ein Beispiel für den provokativen und hintergründigen Humor der amerikanischen Zeichentrickserie Die Simpsons. Seit 1989 erfreut sich die Serie mit derzeit 29 Staffeln und über 600 Folgen einer anhaltenden weltweiten Beliebtheit. Wie in einem Spiegel der realen Welt werden in der „gelben“ Welt der Simpsons neben aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen auch viele Aspekte rund um das Thema Religion und Glaube aufgegriffen: religiös konnotierte Charaktere, religiöse Orte bzw. Institutionen, religiöse Vollzüge, die Präsenz der Bibel oder grundlegende existenzielle Fragen wie nach der menschlichen Seele, der Theodizee u.v.m.

Die Inszenierung von Religion bei den Simpsons bietet einen überraschenden und dadurch motivierenden Zugang zu vielen klassischen Themen religiöser Bildung. Für religiöse Lernprozesse kann es sehr fruchtbar sein, das äußerst hintergründig gestaltete Verhältnis von „gelber“ sowie realer (religiöser) Welt mit den (religiösen) Lebenswelten unserer Schüler/innen korrelativ ins Gespräch zu bringen.

Nach einer theologisch-religionspädagogischen Einführung in die „gelbe“ Welt der Simpsons werden in dieser Fortbildung ausgewählte Episoden vorgestellt und analysiert, die sich für den Einsatz im Religionsunterricht (etwa ab Jahrgangsstufe 9) eignen. Arbeits- und Beobachtungsblätter sowie weitere Materialien zu den aufgeworfenen Themen erleichtern die Einbettung einzelner Episoden in die Unterrichtspraxis.

Donnerstag, 17. Januar 2019 - 15:00 bis 18:00
Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld